Essen.

„Du bist, was du isst!“, so sagt man doch. Komischerweise wurde mir bisher von allen Ärzten gesagt, dass meine Ernährung keinen Einfluss auf meine Colitis hat. Anfangs kam mir das natürlich sehr gelegen. Wer will schon bei jedem Bissen darauf achten müssen, was man da gerade zu sich nimmt? Wenn man jedoch mal genau darüber nachdenkt, erscheint es mehr als logisch, dass unsere Nahrung etwas im Darm ausrichtet. Schließlich kommt genau diese ja in direkten Kontakt mit der entzündeten Darmschleimhaut. Auch hier begab ich mich also auf eigene Faust auf die Suche nach Informationen und habe erstaunliches herausgefunden. Es gibt verschiedene Diäten, die hilfreich sein sollen und sogar CU heilen sollen (letzteres würde ich nicht unterschreiben). Da ich mich selbst für die „Spezielle Kohlenhydratdiät“ entschieden habe, werde ich speziell darauf eingehen.

Die Spezielle Kohlenhydratdiät wird auch kurz als SCD bezeichnet (engl. Special Carbohydrate Diet) und wurde ursprünglich von dem Arzt Dr. Haas entwickelt. Eine Befolgung der Diät soll Linderung bei verschiedensten Krankheiten verschaffen, sowie Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Reizdarmsyndrom, Zöliakie aber auch Autismus und Schizophrenie. Inspiriert von dieser Ernährungsweise, da ihre Tochter damit von Colitis „geheilt“ wurde, schrieb Elaine Gottschall ein Buch darüber, um die Informationen allgemein zugänglich zu machen. Ihr Buch heißt „Breaking the vicious cycle“ und ist in Deutschland unter dem Titel „Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa: Endlich neue Chancen durch reizarme Ernährung“ bekannt.

So und nun kommt der Knackpunkt. Was darf man essen und was nicht? Hauptsächlich besteht das alltägliche Essen aus Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Eiern, Honig, Nüssen, Samen, bestimmten Käsesorten und selbstgemachtem, „SCD legalem“ Joghurt. Verboten sind Kartoffeln, Reis, alle (!) Getreidesorten, Stärke, Zucker, Laktose, künstliche Aromen und viele E-Stoffe. Wie man sich hier wahrscheinlich schon denken kann, ist diese Diät relativ anstrengend, weshalb ich es auch lange vor mir hergeschoben habe, sie auszuprobieren. Auch weil ich Pescetarierin bin, d.h. ich esse nur Fisch jedoch keinerlei anderer Fleischsorten. Aber irgendwann kam ich zu dem Punkt, dass es noch etwas anderes als Medikamente geben muss, um mit CU besser leben zu können. Damit war der Startschuss gefallen. Es ist auch gar nicht so schwer, wie man sich das vorstellt. Sehr wichtig ist jedoch, dass man die Diät zu 100% durchziehen muss, was ich am eigenen Leib erfahren habe. Die Resultate kommen zwar nur langsam aber ich versuche hier ja auch einen Darm zu reparieren, der seit über 10 Jahren entzündet ist.

Ich erzählte also meinem Arzt von der Diät, die er schon kannte (ohne mir jemals davon erzählt zu haben…). Sein Kommentar war bloß: „Ich halte nichts von Selbstkasteiung. Die Ernährung hat keinen Einfluss auf Ihre Colitis!“ Und im gleichen Atemzug wollte er mir wieder Kortison verschreiben. Na gut, wir werden dann ja hoffentlich bald sehen, wer hier im Recht ist 😉 In meinem Blog werde ich euch über meinen Weg mit der Diät informieren. Ob es hilft oder nicht und wie ich es so durchhalte.

Nie mehr Bauchweh!

Kuss,

Polly

Für mehr Information über die Diät inklusive Anfangsdiät empfehle ich folgende Websites:

Deutschsprachig:

Englischsprachig: 

  • breakingtheviciouscycle.info (Die Website zum Buch inklusive legal/illegal Liste)
  • pecanbread.com (Erstellt für Eltern, deren Kinder diese Diät befolgen. Bietet einfache Rezepte und Tipps für jede Stufe der Diät.)

Meinen eigenen Beitrag zur Intro-Diät findet ihr hier.

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7 Antworten to “Essen.”

  1. Sina 3. Juni 2014 um 04:40 #

    Hey. Nach langen stöbern bin ich auf deine Seite gelangt. Und ziemlich froh das sie noch recht aktuell scheint. Seid 2011 habe ich mit morbus crohn zu tun. Letzten Monat würde es mir diagnostiziert. Nachdem ich jegliche Untersuchungen über mich ergehen lassen habe…
    So ich bin jetzt am überlegen mit der scd anzufangen. Ich rede mir bis jetzt noch ein das es zu umständlich ist. Gerade mit diesem Joghurtgerät. Ich würde gerne von dir wissen wie du esben Anfang gemacht hast bzw wie schnell du dir nach der anfangsdiät das Gerät gekauft hast? Und wie reagieren deine Freunde auf die Ernährung ? Ich weiß nicht wir kochen häufig alle zusammen…und irgendwie werde ich dann immer die Kranke sein die nicht alles essen darf…wie gehst du damit um? Und deine freunde?

    • Polly Boffin of Needlehole 5. Juni 2014 um 19:38 #

      Hallo Sina,
      schön, dass du auf meinen Blog gestoßen bist.
      Es tut mir Leid, dass du so lange auf deine Diagnose warten musstest. Ich hatte zum Glück einen sehr kompetenten Hausarzt, der sofort den Verdacht auf Colitis Ulcerosa hatte. Deswegen ging es bei mir recht schnell.

      Ich wusste auch schon sehr lange von der SCD bevor ich damit anfing. Genau wie du, war es mir immer zu umständlich und anstrengend. Vor 1,5 Jahren hatte ich dann wieder mal einen Schub und ich wollte einfach keine Medis mehr nehmen, besonders kein Cortison. Also habe ich mich entschlossen, die Diät doch auszuprobieren. Ich kann dir jetzt leider nicht erzählen, dass das alles ganz einfach ist. Das ist es besonders am Anfang wirklich nicht. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und es fängt an Spaß zu machen, nach erlaubten Ersatzgerichten zu forschen. Es gibt ganze Kochbücher mit Gerichten – von Frühstück, über Hauptgerichte zu Desserts. Trotzdem hat man manchmal so richtig Heißhunger auf „verbotene“ Lebensmittel. Außerdem hatte ich am Anfang etwas Angst, nicht genug Nährstoffe zu bekommen, da man ja doch erst mal recht einseitig isst. Aus diesen Grund habe ich meinem behandelndem Arzt von meinem Vorhaben erzählt und er hat mein Blut kontinuierlich überprüft. Außerdem habe ich in den ersten 3 Monate stark an Gewicht verloren. Das kam aber alles wieder, als ich anfangen konnte Nüsse und mehr Obst zu essen.

      Zu deinen Sorgen mit dem Joghurtgerät kann ich dir nur sagen, dass das wirklich das geringste Problem bei der ganzen Sache ist. Mein Gerät habe ich mir direkt am Anfang gekauft und es war auch gar nicht teuer (unter €20). Man muss sich erst mal daran gewöhnen, damit Joghurt zu machen und daher dauert es am Anfang auch etwas aber inzwischen benötige ich höchstens 10 Minuten zur Herstellung des Joghurts ungefähr alle 3-4 Tage.

      Natürlich verstehe ich auch, dass du Angst davor hast, immer die Kranke zu sein. Aber Sina, wir machen das, um auf unseren Körper zu hören und ihm nicht mehr Lebensmittel zugeben, die er nicht verträgt. Ich gehe damit ganz offen um. Meine Freunde wissen alle schon lange von meiner Colitis. Und Sie haben mich auch bei der Diät unterstützt. Wir kochen auch viel zusammen. Entweder kochen wir für alle etwas, das auch ich essen kann (die sind manchmal ganz schön verwunder, was man leckeres mit der SCD kochen kann) oder wir ändern mein Gericht SCD-legal ab.

      Dann ist es natürlich noch etwas anderes mit der SCD in der „Öffentlichkeit“ umzugehen. Ich habe immer „mein“ Essen dabei und werde auch oft danach gefragt. Wenn ich ehrliches Interesse raushöre und der Person vertraue, erzähle ich dann auch von meiner Colitis. Es kommt aber natürlich auch mal vor, dass man damit aufgezogen wird. Man darf sich dann anhören, dass man sich ungesund ernährt 😀 oder dass man gefälligst nicht so wählerisch mit dem Essen umgehen soll. Solche Leute sind mir dann einfach egal und ich erzähle denen natürlich auch nichts von der Colitis. Diese Personen geht es einfach nichts an, warum ich esse, was ich esse. Sollen die ruhig denken, was sie wollen 😉 Meistens konter ich dann auch noch irgend einen dummen Spruch.

      Abschließend noch eine Sache, liebe Sina. Ja, wir haben eine chronische Darmerkrankung. Ja, wir sind deswegen in einigen Dingen vielleicht etwas anders und leben anders als andere. Leider verstehen das nicht alle Menschen in unserer Umgebung, aber unsere Freunde verstehen es. Ich kann dir nur den Tipp geben, möglichst offen mit deiner Krankheit um zu gehen. Natürlich nur vor den Menschen, denen du vertraust. Auf diese Weise musst du dich nicht verstellen und sie fangen an zu verstehen, was los ist, wenn es dir nicht gut geht und du ständig auf dem Klo verschwindest 😉 Und lass dir ein Fell wachsen, vor Leuten die dich nicht verstehen. Du musst dich jetzt gut um dich und deinen Körper kümmern. Da brauchen wir doch keine ignoranten Menschen 😉 Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan aber so komme ich sehr gut mit meiner Colitis klar.

      Wenn du noch mehr Fragen hast und zwischendurch Unterstützung bei der SCD brauchst, melde dich gerne hier. Ich freue mich, weiter von dir zu hören!

      Nie wieder Bauchweh!
      Kuss,
      Polly

      • Sina 12. Juni 2014 um 18:27 #

        Hey,
        Habe mich wahnsinnig über deine Antwort gefreut! Danke. Und ich hätte wirklich noch ein paar fragen. Nimmst du denn momentan Tabletten oder Granulat oder so? Ich nehme momentan Mesazalin. Und der absolute schlimmste Horror wäre für mich eben auch wieder Kortison nehmen zu müssen. Ich habe die Woche nicht sehr gut durch gehalten. Das lange Wochenende gab es viel gegrilltes (also schon mariniertes und so) irgendwie ist es mir peinlich und unangenehm Essenswünsche zu äußern…Fakt ist jedenfalls das es mir am Dienstag nicht gut ging! Ich weiß nicht an welchen Lebensmitteln es liegt. Habe Laktose mehr im Verdacht als Weizen. Ich habe dann wieder drauf geachtet aber mein Zustand ändert sich nicht. Ich habe momentan auch viel stress…kannst du mir einen tipp geben was ich machen kann damit es wieder besser wird oder zumindest nicht schlechter. Hast du durch die Ernährungsweise keine Schübe mehr?
        Ich finde das ist eine verwirrende Krankheit !!!
        Das Joghurtgerät habe ich mir auch bestellt allerdings habe ich ihn nicht zu 100% nach Vorgabe zubereitet. Vllt gehts mir deswegen auch schlechter!?

        Das sind einfach so viele ??? In meinem Kopf!
        Ich hoffe du steigst durch mein geschriebenes Wirrwarr durch. Irgendwie bin ich echt etwas tüdelig und sehr müde.
        Ganz liebe Grüße und stress dich nicht zu sehr mit dem antworten 😉
        Sina

  2. Polly Boffin of Needlehole 17. Juni 2014 um 19:52 #

    Liebe Sina,

    ich nehme momentan Salofalk – mal in Tabletten- und mal in Granulatform, je nach Lust und Laune 🙂 Ich nehme in Remission 3x1000mg, sofern ich es nicht vergesse. Leider bin ich etwas nachlässig, wenn es mir gut geht und denke nicht immer an die Tabletten. Wenn es mir nicht so gut geht, nehme ich außerdem Budenofalk. Je nach Beschwerden 3x6mg bis runter auf 1x3mg. Budenofalk ist eigentlich ein Medikament für Morbus Crohn. Es ist ein lokal wirkendes Kortison. Deshalb versuche ich es so selten zu nehmen, wie möglich. Im Gegensatz zu Decortin geht Budenofalk nicht direkt ins Blut über, wodurch ich wesentlich weniger Nebenwirkungen habe (kein Mondgesicht, keine dünne Haut, hoffentlich auch keine porösen Knochen). Ich habe darüber auch schon was geschrieben (unter „Medikamente“ – „Cortison“)

    Ich kann auf jeden Fall deine Angst vor Kortison verstehen. Ich habe es auch viel zu lange genommen. Besonders als Teenager wollte ich einfach nur die Symptome loswerden und habe deshalb alles geschluckt, was mein Arzt mir zur Besserung gegeben hat. Und das war leider immer Kortison. Heute sind mir leichte Beschwerden lieber als zu viel Kortison zu schlucken. Natürlich ist das nicht immer so leicht.

    Leider kann ich dir nicht sagen, warum es dir auf einmal wieder schlecht geht. Dazu ist diese Krankheit zu verzwickt. Natürlich kann es an dem Grillfleisch liegen oder an der Laktose oder vielleicht an dem Stress. Vielleicht liegt es aber auch an allem zusammen. Das ist von Patient zu Patient glaub ich sehr unterschiedlich. Um heraus zu finden, welche Lebensmittel du nicht verträgst, wäre die Spezielle Kohlenhydratdiät auf jeden Fall ein guter Versuch. Dadurch, dass man nur langsam wieder die verschiedenen Lebensmittel einführt, kannst du gezielt gucken, was du nicht verträgst. Dazu müsstest du dich allerdings schon relativ strikt an die Diät halten. Zumindest in den ersten Monaten.

    Meine persönliche Empfindung ist auch, dass ich gegen kein Lebensmittel eine richtige Intoleranz habe, sondern dass mir der übermäßige und zu lange Verzehr (besonders von Kohlenhydraten und Zucker) schadet. Deswegen hilft bei mir die SCD auch nur sehr langsam und wenn ich sündige merke ich das nicht sofort. Aber auf die Dauer geht es mir mit SCD viel besser. Bei meiner letzten Darmspiegelung im Juli 2013 war ich das aller erste Mal seit 10 Jahren ohne erkennbare Entzündungen. Das habe ich ohne die Diät nie geschafft.

    Ich verstehe natürlich, dass du nicht immer die sein will, die Essenswünsche äußert. Das war mir anfangs auch immer sehr unangenehm. Aber inzwischen ist mir mein Körper und meine Gesundheit so viel wichtiger. Und wenn ich dem Menschen vertraue, erzähle ich dann einfach, was los ist. Bisher hat das noch Jeder verstanden. Und wie ich dir schon gesagt habe, lasse ich ignorante Menschen einfach links liegen 😉

    Leider habe ich schon noch Schübe. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich die Diät nicht immer zu 100% durchziehe. Die SCD hat mir aber während meiner strengen Phase super gut geholfen. Was den Joghurt angeht, kommt es drauf an, was genau du bei der Zubereitung anders gemacht hast. Es ist schon wichtig, dass er 24 Stunden in der Maschine bleibt. Nur so ist gewährleistet, dass er keine Laktose mehr hat. Außerdem ist es wichtig, dass du den richtigen Joghurt nimmst. Ich kaufe immer den GutBio Natur Joghurt von Aldi. Was hast du denn bei der Zubereitung anders gemacht? Ich würde jetzt nicht vermuten, dass das der Auslöser für die Verschlechterung deines Zustandes ist. Theoretisch wäre es dann ja nur normaler Naturjoghurt. Und da du am Wochenende auch gegrillt hast, kann man nicht sagen, ob es daran lag.

    Ich kann dir leider kein Wunderrezept nennen, womit es dir wieder besser geht. Ich sage dir aber trotzdem, was ich mache, wenn sich ein Schub anbahnt. Ich steige auf die SCD Intro-Brühe um für ein paar Tage, um meinem Darm zu entlasten. Neben der Brühe trinke ich viel, viel Wasser. Meistens so um die 3 Liter am Tag. Ich habe immer da Gefühl, dass das die Bauchschmerzen und Blähungen lindert. Außerdem trinke ich morgens direkt nach dem Aufstehen einen großen Becher (0,5 Liter) warmen Wassers mit einem Schuss Heidelbeermuttersaft. Den bekommst du im Reformhaus. Heidelbeeren sollen entzündungshemmend wirken. Dazu möchte ich bald auch noch was schreiben 😉 Ich habe außerdem auch immer getrocknete Heidelbeeren da, die ich bei Bedarf mehrmals täglich kaue (ca. 5 Stück jedes Mal). Aber bitte sei vorsichtig, falls du den Heidelbeermuttersaft probierst. Wie du schon sagtest, ist das eine sehr verwirrende Krankheit und alle Patienten vertragen unterschiedliche Sachen. Daher würde ich empfehlen mit einer ganz kleinen Menge anzufangen.

    Das „Tüdelig-Sein“ kenne ich auch. Ich habe das häufig im Schub. Ich habe das immer auf den Blutverlust geschoben. Pass bitte gut auf dich und deinen Bauch auf.

    Ich bin gerne für dich da. Also stell gerne jegliche Fragen die du hast. Ich versuche sie dann so gut es geht zu beantworten.

    Nie wieder Bauchweh!

    Kuss,
    Polly

    • Sina 27. Juni 2014 um 05:15 #

      Hey du, ich habe den Joghurt nicht lange genug in der Maschine gelassen. Ich habe jetzt es jetzt ein zweites mal probiert mit 3,5 Fett in Jogurt und Milch (das schmeckt mir mehr) habe ihn allerdings wieder nicht 24 Stunden in dem Gerät gelassen, aber über 12. Diesmal hatte ich das Gefühl das er mir besser bekommt. Ich vermute bei mir eine Laktoseintoleranz. Die Idee mit dem Heidelbeermuttersaft finde ich wahnsinnig. Ich liebe Heidelbeeren. Allerdings habe ich das in meinem Wahn ein Mehr Ersatz zu finden total vergessen, aber das nächste mal werde ich mir den holen. Bin schon wahnsinnig gespannt drauf. Jetzt aber noch mal zu „Mehl“Thema. Ich habe mir Kokosnussmehl 500g für 9,40€ gekauft! Ja ich weiß Mega teuer. Aber ich vermisse Mehlprodukte, gerade Brot. Ich habe vor kurzen festgestellt das Kohlenhydrate bzw. Zucker wohl echt nicht mein Lebensmittel ist. Dennoch gestaltet gerade das, dass Leben und das Essen irgendwie unkomplizierter. Na gut zurück zum Kokosmehl. Mir hat es nicht sonderlich gut geschmeckt auch dieses Mehl kommst nicht im Ansatz an Weizenmehl heran….schade. Meine Frage ist, es gibt Kastanienmehl und Kichererbsenmehl…sind diese bei der scd dät erlaubt? Ich würde sie dann auch noch probieren, sie sind auch wesentlich günstiger…oder hast du vllt eine Idee wie ich Brot backen kann das nicht nur nach eine Art Nusskuchen schmeckt und nicht nur nach Butter bzw. Fett. Das ist echt das schlimmste das ich keine Produkte auf Vorrat habe, für den schnellen Verzehr, außer den Jogurt aber ich mag auch nicht immer kalt essen….
      Vllt hast du ja n Trick oder ne Idee. Du hattest ja schon was von Mandelmehl geschrieben, allerdings habe ich das bis jetzt nicht gefunden und wir haben hier kein türkischen Einkaufsladen….

      Viele Dank und Grüße
      Sina

      • Polly Boffin of Needlehole 8. Juli 2014 um 21:43 #

        Hallo Sina,

        versuch doch mal, den Joghurt komplett nach Rezept zu kochen. Ich mache mir alle 2 Tagen eine neue Portion fertig, damit die in Ruhe 24 Std. in der Maschine bleiben kann und ich noch Joghurt aus der Runde davor habe. Wenn du die SCD wirklich ganz strikt einhalten willst (und nur so kannst du testen, ob sie dir hilft) gehört das leider dazu. Hast du außerdem auf den „Starter-Joghurt“ geachtet. Bei der SCD können wir ja leider nur ganz bestimmte Joghurtkulturen benutzen. Der „GutBio“ Naturjoghurt von Aldi Nord enthält zum Beispiel die richten Kulturen. Auch das ist sehr wichtig.

        Bezüglich des Mehlproblems kann ich dich absolut verstehen. Ich vermisse Brot und Gebäck und besonders die Konsistenz davon sehr. Leider kann ich dir nicht sagen, dass ich das ultimative Ersatz-Nuss-Brot gefunden habe. Es ist tatsächlich so, dass diese Brote entweder schmecken wie Kuchen oder die Konsistenz nicht so ist, wie ich es gerne hätte. Aber ich bleibe am Ball! Ich habe auch gerade erst ein Brot gebacken, dessen Konsistenz und Geschmack ganz gut war. Ich werde dazu bald einen Eintrag verfassen.

        Ein Kollege von mir hat mir heute noch gesagt, dass es bei REWE anscheinend Mandelmehl und auch Kokosmehl gibt. Bisher habe ich letzteres nur bei Alnatura oder im Internet gefunden. Ist bei dir ein REWE in der Nähe? Ich wollte da auch bald mal nach Nussmehlsorten suchen. Aber eigentlich bin ich auch dazu übergegangen, gar nicht die Mehlvarianten der Nüsse zu nutzen. Ich nutze einfach die gemahlene Variante; also gemahlene Mandeln oder Kokosraspeln. Das funktioniert beim Backen auch. Wahrscheinlich ist die Konsistenz dann leicht anders aber der Preisunterschied ist einfach überzeugend. Gemahlene Mandeln und Kokosraspeln bekommt man im Gegensatz zu den Mehlvarianten hinterher geschmissen. Kichererbsen- und Kastanienmehl sind leider beide verboten 😦 ich gehe davon aus, dass es mit dem hohen Stärkegehalt zu tun hat.

        Wenn du dir mal nicht sicher bist, was erlaubt ist und was nicht, findest du hier eine Liste der legalen und illegalen Lebensmittel:

        http://pecanbread.com/p/legal_illegal_a-c.htm

        Was ich für den schnellen Verzehr immer dabei habe, ist ein kleines Gläschen Apfelmus. Ich esse sowieso sehr viel Apfelmus. Wenn ich den nicht selber mache, kaufe ich den fertig bei Alnatura oder REWE. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass man einen Apfelmus ohne künstlichen Zuckerzusatz kauft. Bei REWE heißt sowas zum Beispiel Apfelmark. Also eben kurz auf die Zutatenliste schauen. Ansonsten habe ich für den kleinen Hunger zwischendurch immer ein paar Nüsse, Studentenfutter oder/und (getrocknete) Früchte mit. Besonders Nüsse sättigen wirklich gut und wenn ich Heißhunger auf was Süßes habe (was ziemlich oft passiert), esse ich gerne getrocknete Datteln 🙂

        Nie wieder Bauchweh!
        Kuss,

        Polly

  3. Uli 26. August 2016 um 12:08 #

    Hallo Polly, klasse Blog – bin auch „Betroffener“ und heute im 2. Tag der Intro-Diät.

    Wie geht es Dir jetzt mit der SCD? Sind die Schübe weniger geworden oder hast Du evtl. gar keine mehr? Und wie siehts aus mit den „Medis“ – nimmst Du weiterhin das Salofalk?

    LG, Uli

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